„Antisemitismus und ‚Israelkritik‘ – was man sagen will und darf“

Dienstag, 19.02.2019, 19.00 Uhr

im Foyer des Landratsamtes Karlsruhe

Wir laden herzlich ein.

2019.blumeUnser Referent, der Religionswissenschaftler Dr. Michael Blume wurde 2018, auf einen Antrag der Fraktionen von Grünen, CDU, SPD und FDP/DVP an die Landesregierung zum neuen Antisemitismusbeauftragten der Landesregierung ernannt.

„Der Kampf gegen den Antisemitismus ist ein Gebot der Verantwortung für unsere Demokratie. Wir alle müssen dafür Sorge tragen, dass Minderheiten bei uns nicht angegriffen und kein Keil in unsere Gesellschaft getrieben wird“

Der heute 43-jährige Religionswissenschaftler, Buchautor und Lehrbeauftragter, der in Filderstadt geboren ist und zuerst eine Bankausbildung machte, begann nach seinem Studium 2003 zuerst als Stabsstellen- und Referatsleiter, dann als Leiter der Projektgruppe für besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder aus dem Nordirak, auch „Jesidinnen-Mission“ genannt und 2018 als Antisemitismusbeauftragter des Landes Baden-Württemberg seine Karriere.

Der evangelische Christ mit einer christlich-islamischen Familie mit drei Kindern, – Dr. Blume ist schon seit langem mit einer türkischstämmigen Muslimin verheiratet, die er noch aus der Schulzeit kennt-, wird als Experte für Religionsfragen hochgeschätzt. Durch seine vielfältigen Erfahrungen im interreligiösen Dialog steht er in vertrautem Kontakt mit den jüdischen Gemeinschaften in Baden-Württemberg, aber auch mit den muslimischen und christlichen Verbänden. Dr. Blume wird in Zukunft regelmäßig einen Bericht zum Kampf gegen den Antisemitismus in Baden-Württemberg vorstellen.

Bitte beachten Sie auch die Lesung mit musikalischer Begleitung

Etty Hillesum – Das denkende Herz

am 28. März 2019 um 1930 Uhr im St. Paulusheim, Huttenstraße 49, Bruchsal, als Auftaktveranstaltung für das Projekt „Zusammenhalt im Pluralismus“ der Kulturinitiative www.die-kulturinitiative.de

Dokumentarfilm „Kinder der Exodus“

Dienstag, 22.01.2019, 19.00 Uhr

im Foyer des Landratsamtes Karlsruhe

exodusIn seinem Dokumentarfilm: „Kinder des Exodus“ berichtet Dietmar Schulz, der frühere Leiter der ZDF-Studios in Tel Aviv, über das Drama, das sich abspielte, als das Flüchtlingsschiff „Exodus“ mit mehr als 4500 Holocaust-Überlebenden aus Deutschland und anderen Ländern Mittel- und Osteuropas nach tagelanger Odyssee den Hafen Haifa erreichte. Denn die jüdischen Flüchtlinge durften nicht im britischen Mandatsgebiet bleiben. Sie mussten umkehren und wurden vom britischen Militär unter Androhung von Waffengewalt auf drei Gefangenenschiffen von Haifa zurück nach Deutschland deportiert, zurück ins „Land der Täter“, zurück in bewachte Lager bei Lübeck, Wilhelmshaven und Emden. Während dieser dramatischen Monate in den Jahren 1947/48 wurden 58 Kinder geboren, an Bord des Flüchtlingsschiffes „Exodus“, auf den drei britischen Gefangenenschiffen und in den drei „Exodus“-Lagern. In Israel sind sie als „Kinder der Exodus“ bekannt. In ihren israelischen Reisepässen steht, „born on route“ – „unterwegs geboren“ an Bord, auf dem Weg nach Palästina. Der Film berichtet von ihren Erlebnissen, Hoffnungen, Enttäuschungen, Ängsten. Ihre Biografien sind eng verknüpft mit den Ereignissen, die letztlich zur Gründung des Staates Israel führten.

Dietmar Schulz hat für diesen Film zahlreiche Recherchen durchgeführt und Zeitzeugen befragt.

Vorschau: 19.02.2019 Dr. Michael Blume, Beauftragter des Landes gegen Antisemitismus

Unsere Israelstudienreise findet statt. Es sind noch Plätze frei.

Unser Referent, Herr Schulz, bietet zusammen mit der DIG Mainz vom 12.-21. Oktober 2019 (mit Verlängerungsoption) eine Studienreise nach China zum Thema

Jüdische Spuren im Reich der Mitte

an. Hier finden Sie weitere Informationen. Herr Schulz arbeitete Viele Jahre als Korrespondent für das ZDF und war auch lamge Zeit Korrespondent in Peking.

 

Ephraim Kishon: Jüdischer Humor und Musik

Dienstag, 04.12.2018, 19.00 Uhr

im Foyer des Landratsamtes Karlsruhe

kishon

Ephraim Kishon lebte und arbeitete als Journalist, Schriftsteller und Regisseur (Theater, Film). Seine satirischen augenzwinkernden Kurzgeschichten sind auch heute noch so aktuell wie eh und je. Zielscheibe von Kishons Satiren waren neben den kleinen Ärgernissen des Alltags vor allem die Bürokratie und die große und kleine Politik, speziell in Israel. Sein Schwerpunkt lag aber in der humoristischen Darstellung des israelischen Alltags und seines Familienlebens. Auch heute noch ist im deutschen Sprachraum bestens bekannt, „die beste Ehefrau von allen“ oder, je nach Kontext, „die Schlange, mit der ich verheiratet bin“.

Kishon wurde 1924 unter dem Namen Ferenc Hoffmann in Budapest in eine ungarisch-jüdische Familie geboren. 1944 wurde er in das damals zu Ungarn gehörende Arbeitslager Jelšava, heute Slowakei, deportiert. Im letzten Kriegsjahr 1945 gelang ihm aus einem Gefangenentransport nach Polen die Flucht. 1945 geriet er aus Willkür in einen sowjetischen Gefangenentransport in den Gulag, konnte aber abermals entkommen. Auf der Flucht vor der kommunistischen Unterdrückung reiste er gemeinsam mit seiner Frau in einem Viehwagon über Bratislava nach Wien. Von dort wanderte er im Mai 1949 über Italien mit einem Flüchtlingsschiff nach Israel aus. Hier wurde sein Name Ferenc Kishont, den er sich zugelegt hatte, in Ephraim Kishon geändert. Kishon, der einen Großteil seiner Familie im Holocaust verlor, wählte das Lachen, die Selbstironie und Schwarzhumorigkeit, um mit dem Verlust umzugehen. 1959 wählte die New York Times sein „Drehn Sie sich um, Frau Lot“ zum „Book of the Month“. Damit begann Kishons internationale Karriere. Weltweit verkaufte er 43 Millionen Bücher, davon 33

Millionen in deutscher Sprache. Anfang der 1980er Jahre ließ er sich in der Schweiz nieder und lebte abwechselnd in Appenzell und in Tel Aviv. Am 29. Januar 2005 starb Ephraim Kishon an einem Herzanfall.

Unsere Künstler: Helga Jannakos, Buchhändlerin und Vorsitzende des Seniorenrates Bruchsal, die 2015 den Deutschen Bürgerpreis für ihr ehrenamtliches Engagement erhielt, gestaltet seit vielen Jahren Lesungen über die verschiedensten Themen. Sie liest eine Auswahl aus Kishons: „Von lieben Nachbarn, alltäglichen Katastrophen und den süßen Kleinen“. Jannakos wird von Wolfgang Wittke auf seiner Klarinette mit Klezmer-Klängen begleitet. Wittke ist seit 1975 hauptamtlicher Lehrer an der Musik- und Kunstschule Bruchsal und seit 1986 Dirigent der Stadtkapelle Bruchsal.

Bitte beachten Sie auch unsere Israelstudienreise an Pfingsten 2019.

 

Israelkongress 2018 Frankfurt 25.11.

israelkongress2018

Der Deutsch-Israelische Freundeskreis Karlsruhe bietet eine Fahrt zum Israelkongress 2018 in Frankfurt

am 25. November 2018 an.

Der Israelkongress (www.israelkongress.de ) bietet vielfältige Themen und interessante Referenten sowie ein attraktives Rahmenprogramm zum Thema Israel an.

Abfahrt 7.30 Uhr, Rückkehr zwischen 20 und 20.30 Uhr, jeweils am Hauptbahnhof Karlsruhe/Busbahnhof

Kosten EUR 35 (für Mitglieder EUR 20) Busfahrt und Eintritt

Bitte melden Sie sich bis zum 30.10. mit Telefon-, Handy und Mailkontakt (für kurzfristige Benachrichtigungen) bei der Geschäftsführerin Jenny Herb (jenny.herb@landratsamt-karlsruhe.de) oder Tel. 07 21 / 936 -59160

Propaganda im Syrien-Konflikt. Der Verlust der Wirklichkeit.

Zu diesem Thema spricht SPIEGEL-Korrespondent Christoph Reuter

Montag, 29.10.2018, 19.00 Uhr

bei uns im  Foyer des Landratsamtes Karlsruhe

reuter2018Sieben Jahre Bürgerkrieg in Syrien. Aus friedlichen Demonstrationen in Syrien 2011 entwickelte sich ein Krieg an vielen Fronten. Die Berichterstattung über die Lage in Syrien ist von Einseitigkeit und Interessen geprägt. Das verhindert Aufklärung und vermittelt der Öffentlichkeit lediglich Teil-einsichten in dem komplexen Syrien-Konflikt, in den innersyrische, regionale und internationale Akteure verwickelt sind. Wem können wir noch glauben?

Aufgabe der Medien wäre es, alle Seiten zu Wort kommen lassen, damit die Öffentlichkeit ein möglichst reales Bild der Lage in Syrien erhält Doch das Schwarz-Weiß-Bild in den Medien wird der komplexen Realität nicht gerecht. Christoph Reuter spricht über den Krieg und die Medien, Doppelmoral und Propaganda.

Christoph Reuter wurde 2012 für seine Berichte aus dem Bürgerkrieg in Syrien als “Reporter des Jahres″ ausgezeichnet, gewann 2015 die renommierte französische Auszeichnung für Kriegsberichterstatter aus aller Welt, den Prix Bayeux-Calvados des Correspondants de Guerre. Ebenfalls 2015 erhielt er den „Preis der Bundespresse-konferenz“ und sein Buch „Die schwarze Macht: Der Islamische Staat und die Strategen des Terrors“ wurde mit dem NDR Kultur Sachbuchpreis ausgezeichnet. .

Wir freuen uns darauf, Sie und Ihre Freunde zahlreich bei uns begrüßen zu dürfen. Im Anschluss haben Sie wieder Gelegenheit, Fragen an den Referenten zu stellen.

Studienreise Pfingsten 2019

2019.israelreise
Tel Aviv Skyline von Jaffa aus

Einladung zur Israelstudienreise vom 12.-21. Juni 2019

nach der erfolgreichen Reise im letzten Jahr bieten wir auf vielfachen Wunsch eine neue Studienreise an. Hier das Anmeldeformular und weitere Informationen.

Das Programm folgt bewährten Spuren (Jerusalem, Totes Meer, Tel Aviv, Partnerregion Sha’ar Hanegev)  -wir haben auch bereits Terminzusagen der Reiseleiterin Tati Weiss und der Journalistin Gisela Dachs für den letzten Abend-  enthält aber auch ganz neue Elemente, wie z.B.

  • Unterbringung in Westjerusalem, Nähe King David Hotel
  • Besuch des Tempelbergs sowie des Gordon-Tunnels entlang der Westmauer (siehe Video R.C. Schneider)
  • Besuch des israelischen Parlamentes, der Knesset
  • Synagogenbesuch zum Sabbathbeginn möglich
  • Fahrt nach Jericho, Bethlehem und ggf. Ramallah im Westjordanland
  • Erkundung des Negev und des Ramon-Kraters mit kurzen und längeren Wandermöglichkeiten (Thematik: Wassernutzung, Solarenergie)
  • Besuch in der Partnerregion des Landkreises in Sha’ar Hanegev
  • Gespräche mit dem Archivar der Nationalbibliothek Stefan Litt und der Ultra-Orthodoxen Jüdin Tzippy Yarom (siehe Jüd. Almamach 2018) sowie mit Angehörigen der Deutschen Botschaft sind geplant

Viele interessante Eindrücke und Begegnungen erwarten uns. Die Reise wird vor- und nachbereitet. Es sprechen u.a. Dr. Ruth Eitan aus unserer Partnerregion Sha’ar Hanegev sowie der frühere ARD-Journalist und Autor Richard C. Schneider (Alltag im Ausnahmezustand, 2018) im Rahmen unserer Vorträge im Landratsamt.

Zur Vorbereitung und Entscheidungsfindung:

  • Den Video-Blog von Richard C. Schneider (u.a. Gordon-Tunnel) https://richard-c-schneider.com/video/
  • Richard C. Schneider, Alltag im Ausnahmezustand. Mein Blick auf Israel. DVA 2018
  • Gisela Dachs, Jüdischer Almanach, Suhrkamp 2018
  • Gisela Dachs, Israel kurzgefasst (als Download von der Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung)

Bob Dylan und die jüdischen Wurzeln der Popkultur

Mittwoch, 12.09.2018, 19.00 Uhr

im Foyer des Landratsamtes Karlsruhe

hp.dylanReligion war für Bob Dylan alias Robert Zimmermann alias Shabtai Zisel ben Avraham lebenslang bedeutsam. Er wuchs in einer Kleinstadt in Minnesota im jüdischen Glauben auf und betrieb 1960 intensive jüdische Studien. Ende der 1970er Jahre konvertierte er zum Christentum. Nach 4 extensiven Jahren kehrte er wieder zum Judentum zurück. Dazwischen gab es säkulare Phasen. Dylan lässt sich nicht fassen, ist in der Religion, wie in seiner Musik grenzüberschreitend. Aber er steht auf dem Boden der biblischen Tradition – jüdisch wie christlich. Und in seinen Werken finden sich zahlreiche religiöse, christliche und jüdische Motive. „Ein singender Pilger“ – wie man den Poeten mit der krächzenden Stimme auch nennt.

Unser Referent, Dr. phil. Waldmann hat aber noch einen anderen Ansatz. Er will aufzeigen, dass sich jüdische Künstler wie Bob Dylan als wahre Erben einer alten, aber verborgenen Tradition im Judentum erweisen. „Diese Tradition der Schlehmile, der Luftmenschen und des Tricksters, die Juden in ihren Assimilationsbemühungen stets aus Angst vor Ressentiments der Mehrheitsgesellschaft verschämt vor fremden Blicken verborgen haben, kann sich in der modernen, popkulturellen Form ausleben und gibt auch den Blick auf eine Gedenkpolitik frei, in der Juden zu unfreiwilligen Statisten eines Gedächtnistheaters festgelegt werden“

Dr. phil. Peter Waldmann ist Kultur- und Literaturwissenschaftler. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind Jüdische Studien und Fragen der Jüdischen Identität. Von 2002 bis 2014 war er Vorsitzender des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Rheinland Pfalz. Er arbeitet als Privatdozent an den Universitäten Halle/Wittenberg und Mainz zu literatur- und kulturwissenschaftlichen Fragen.

#Israel  #Dylan  #DIFK

Hinweis:

Die Kinemathek Karlsruhe bietet im September 2018 eine Filmreihe zum Thema  „Jüdische Welten“ mit Einblicken in den Alltag jüdischer Menschen und Gemeinden in Vergangenheit und Gegenwart. Die vier ausgewählten Spiel- und Dokumentarfilme führen nach Tel Aviv, Berlin, Brookly und Wien. Informieren Sie sich auf der Homepage.

1948. Die Ausstellung zur Staatsgründung Israels.

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Das Landratsamt Karlsruhe präsentiert in einer gemeinsamen Kooperations-veranstaltung mit der Stadt Karlsruhe und dem Deutsch-Israelischen Freundeskreis im Stadt- und Landkreis Karlsruhe e.V. eine Ausstellung zur 70jährigen Staatsgründung Israels mit dem Titel „1948. Die Ausstellung“. Sie wird in der Zeit vom 27.Juni bis 27. Juli 2018 im Foyer des Landratsamtes Karlsruhe zu sehen sein.

Anhand von 16 beidseitigen Stelltafeln wird die Geschichte, Entstehung und Entwicklung des israelischen Staates aufgezeigt.

Ein Expertenteam aus Politologen, Historikern, Nah-Ost-Experten und Medien-wissenschaftlern recherchierten über ein Jahr und bereiteten die Ergebnisse zu einem methodisch-didaktisch anspruchsvollen Projekt auf.

„Die Ausstellung zeigt Dokumente, Fakten, historische Fotos und Zeitzeugenberichte und bringt Verträge ans Licht, auch die geheimen. Sie beantwortet umfassend die zentrale Frage:        

„Wie entstand Israel wirklich“

Im Vorspann schreiben die Verantwortlichen: „Die Ausstellung 1948 ist für und gegen. Für eine korrekte Beschreibung der Vergangenheit und gegen ihre Verzerrung. Für Geschichte als unersetzbarer politischer Erfahrungsschatz und gegen ihren politischen Missbrauch. Die Ausstellung 1948 ist ein historisches Korrektiv.“(Yehoshua Chmiel, Vorsitzender DEIN e. V., Verein für Demokratie und Information)

Um diese Ausstellung auch für unsere Schulen attraktiv zu machen, bieten wir Führungen für Schulklassen an mit Museumspädagogin Frau Catherine Bellaire.

Die Bedeutung Israels für eine zukunftsweisende Erinnerungskultur

Dienstag, 19.06.2018, 19.00 Uhr

im Foyer des Landratsamtes Karlsruhe

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Unsere Referentin, Frau Landtagspräsidentin Muhterem Aras spricht zu dem Thema:

„Die Bedeutung Israels für eine zukunftsweisende Erinnerungskultur“

Die deutsche Politikerin Muhterem Aras wurde 1966 in der Türkei geboren. und kam 1978 mit ihren Eltern und Geschwistern nach Filderstadt. Nach einem arasStudium der Wirtschaftswissenschaften gründete sie ein Steuerberatungsbüro in Stuttgart. Ihre politische Laufbahn begann sie 1992 mit dem Eintritt bei den Grünen. Von 2007 bis 2011 wurde sie Fraktionsvorsitzende ihrer Partei. Mit der Wahl zum Vorsitz des Landesparlaments in Baden-Württemberg am 11. Mai 2016 wurde sie Deutschlands erste muslimische Landtags-präsidentin. In einem Interview erklärte Aras: „Meine Herkunft ist eher zweitrangig, wichtiger ist meine berufliche Qualifikation“. Dennoch setzt diese Wahl ein wichtiges Zeichen gegen Populismus, der auch in Deutschland immer mehr Anhänger findet. Aras setzt in ihrem Amt wichtige Signale, so sprach sich im Zuge des Verfassungsreferendums in der Türkei 2017 dafür aus, dass man nach zehn Jahren im Ausland kein Wahlrecht mehr in seinem Heimatland haben dürfte. Zu Provokationen der AFD-Fraktion im Landtag angesprochen, sieht sie sich in ihrer Rolle als Präsidentin des gesamten Landtags der Objektivität verpflichtet und befürwortet kontroverse Diskussionen, solange sie von Fairness und Respekt geprägt sind. Der Ton wäre allerdings rauer geworden und die Debattenbeiträge bewegten sich häufig an der Grenze zum Tabu. So hätte sie es sich nie vorstellen können, im Landtag eines weltoffenen Landes wie Baden-Württemberg über Antisemitismus diskutieren zu müssen. “Meine Haltung dazu ist glasklar: Antisemitismus und Rassismus haben in einem deutschen Parlament nichts zu suchen. Das ist Staatsräson“.

Wir freuen uns über die Kooperation mit der Jüdsichen Gemeinde Karlsruhe

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